Offen mit Fehlern umgehen

Dornbirn, 2013, 5 min
Motivationsfilm für MitarbeiterInnen und Führungskräfte
Regie: Leonhard Lindner
mit Walter de Meijer und Heiko Grauel

Wer die Fehler Anderer maßregelt, macht selber einen.

Angst ist kein guter Lehrmeister. Die Angst vor Fehlern führt schnell zu Verunsicherung, zu einer höheren Fehlerquote. Oder zu übertriebener Risikovermeidung und Passivität.
Noch gravierender für Unternehmen ist jedoch ist die Angst vor Fehlerkonsequenzen. Wenn Führungskräfte toben, wenn arbeitsrechtliche Konsequenzen drohen, werden Fehler schnell mal unter den Teppich gekehrt. Doch Fehler verheimlichen und Fehler vertuschen ist brandgefährlich...
Fehler passieren. Man kann sie nicht verbieten. Daher ist es notwendig, Null-Fehler-Dogmen über Bord zu werfen und einen konstruktiven Umgang mit Fehlern zu entwickeln. Eine Fehlerkultur geprägt von Offenheit und Wertschätzung. Diese steigert nicht nur die Produktivität, sondern trägt spürbar zu einem harmonischen Arbeitsklima bei.

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Frage 19

Weshalb haben Führungskräfte Angst vor Entscheidungen?

Entscheidungen trifft man immer mit einem Risiko. Im Augenblick der Entscheidung hält man sie für richtig. Ansonsten würde man sich ja anders entscheiden. Doch erst später stellen sie sich als richtig oder falsch heraus. Dann sagt man, das war ein Fehler. Hinter der Angst vor Entscheidungen steckt folglich die Angst, einen Fehler zu machen.
Hinter der Angst vor Fehlern steckt wiederum die Angst vor Strafe. In vielen Unternehmen ist diese Angst berechtigt – da werden Fehlende bekämpft und nicht die Fehler. Doch Schuldigen-Suche und Köpfe-Rollen sind kontraproduktiv. Sie fressen nicht nur Arbeitszeit und Motivation, sie führen auch zu Stillstand. Dann geht man lieber kein Risiko ein, macht man lieber nichts, trifft lieber keine Entscheidung. Aber: Fehlerängstlichkeit ist ein Kardinalfehler!