Offen mit Fehlern umgehen

Dornbirn, 2013, 5 min
Motivationsfilm für MitarbeiterInnen und Führungskräfte
Regie: Leonhard Lindner
mit Walter de Meijer und Heiko Grauel

Wer die Fehler Anderer maßregelt, macht selber einen.

Angst ist kein guter Lehrmeister. Die Angst vor Fehlern führt schnell zu Verunsicherung, zu einer höheren Fehlerquote. Oder zu übertriebener Risikovermeidung und Passivität.
Noch gravierender für Unternehmen ist jedoch ist die Angst vor Fehlerkonsequenzen. Wenn Führungskräfte toben, wenn arbeitsrechtliche Konsequenzen drohen, werden Fehler schnell mal unter den Teppich gekehrt. Doch Fehler verheimlichen und Fehler vertuschen ist brandgefährlich...
Fehler passieren. Man kann sie nicht verbieten. Daher ist es notwendig, Null-Fehler-Dogmen über Bord zu werfen und einen konstruktiven Umgang mit Fehlern zu entwickeln. Eine Fehlerkultur geprägt von Offenheit und Wertschätzung. Diese steigert nicht nur die Produktivität, sondern trägt spürbar zu einem harmonischen Arbeitsklima bei.

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Frage 28

Manche Fehler haben gefährliche oder teure Folgen. Können z.B. in einem Krankenhaus oder in der Luftfahrt Fehler überhaupt toleriert werden?

Das ist eine rhetorische Frage. Aber egal ob man sie erlaubt oder nicht, Fehler passieren trotzdem. Sowohl im Cockpit als auch im OP-Saal.
Wer jedoch Fehler verbietet, lanciert lediglich Fehlerverheimlichung und Fehlervertuschung. Daher ist es wichtig, Fehler als Fakt zu akzeptieren und gerade in sicherheitskritischen Bereichen jeden Fehler offen zu handhaben, eine gute Fehlerkultur und ein gutes Fehlermanagement zu etablieren. Nur so kann man sicherstellen, dass Fehler kontinuierlich reduziert werden und - wenn sie passieren - keine gravierenden Folgen nach sich ziehen.