Offen mit Fehlern umgehen

Dornbirn, 2013, 5 min
Motivationsfilm für MitarbeiterInnen und Führungskräfte
Regie: Leonhard Lindner
mit Walter de Meijer und Heiko Grauel

Wer die Fehler Anderer maßregelt, macht selber einen.

Angst ist kein guter Lehrmeister. Die Angst vor Fehlern führt schnell zu Verunsicherung, zu einer höheren Fehlerquote. Oder zu übertriebener Risikovermeidung und Passivität.
Noch gravierender für Unternehmen ist jedoch ist die Angst vor Fehlerkonsequenzen. Wenn Führungskräfte toben, wenn arbeitsrechtliche Konsequenzen drohen, werden Fehler schnell mal unter den Teppich gekehrt. Doch Fehler verheimlichen und Fehler vertuschen ist brandgefährlich...
Fehler passieren. Man kann sie nicht verbieten. Daher ist es notwendig, Null-Fehler-Dogmen über Bord zu werfen und einen konstruktiven Umgang mit Fehlern zu entwickeln. Eine Fehlerkultur geprägt von Offenheit und Wertschätzung. Diese steigert nicht nur die Produktivität, sondern trägt spürbar zu einem harmonischen Arbeitsklima bei.

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Frage 2

Weshalb haben wir Angst vor Fehlern?

Elke M. Schüttelkopf: Jeder schleppt einen Rucksack an Erfahrungen mit sich herum. In diesem Rucksack stecken manchmal gute Fehler-Erfahrungen aus Elternhaus und Schule, oft auch schlechte. Wir haben im Laufe unseres Lebens viele negative Reaktionen gesammelt: die enttäuschten Blicke oder Ohrfeigen der Eltern, die abweisenden Gesten oder schlechten Noten der Lehrkräfte, die wütenden Worte oder die Abmahnungen der Führungskräfte, den Spott und Hohn unserer KollegInnen ...

Je schwerer der Rucksack ist, desto weniger kommen wir in unserem Leben weiter. Da lohnt es sich, mal reinzuschauen und zu entrümpeln. Wir können vieles, das uns bremst, ad acta legen. Wenn wir uns freier und leichter fühlen, trauen wir uns mehr zu, wagen mehr und haben auch mehr Erfolg.