Die Studien zur Organisationsentwicklung

Ebner / Heimerl / Schüttelkopf:
Fehler · Lernen · Unternehmen
Wie Sie die Fehlerkultur und Lernreife Ihrer Organisation wahrnehmen und gestalten

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2008, 314 Seiten

  • Peter Heimerl: Ausgangspunkt Organisationsentwicklung (S. 11 - 42)
  • Gabriele Ebner: Erfolgsfaktor Lernreife. Wie Sie die Zukunftsfähigkeit von Organisationen ausbauen (S. 43 - 150)
  • Elke M. Schüttelkopf: Erfolgsstrategie Fehlerkultur! Wie Organisationen durch einen professionellen Umgang mit Fehlern ihre Performance optimieren. (S. 151 - 314)

Die Begriffe Fehlerkultur und Lernreife sind immer öfter zu hören. Doch was bedeuten sie? Woran erkennt man eine produktive Fehlerkultur bzw. ein Unternehmen, das über die Reife zum Lernen verfügt? Wie gelingt es, nachhaltige Lernprozesse zu etablieren und die Fehlerkultur zu optimieren?

Die AutorInnen dieses Buches widmen sich diesen zukunftsweisenden Themen: Sie führen in die Konzepte der Organisationsentwicklung ein und zeigen wie Veränderungsprozesse funktionieren. Dabei verankern sie die Begriffe und Phänomene auf einem verständlichen Theoriefundament. Zudem stellen sie mit den acht Dimensionen der Lernreife und den vier Dimensionen der Fehlerkultur zwei funktionstüchtige Diagnose-Instrumente vor. Mit anschaulichen Praxisbeispielen verdeutlichen sie wie Unternehmen die Lernreife fokussieren und die Fehlerkultur optimieren.

Dieses Buch gibt eine Vielzahl an praktischen Anregungen wie man die Zukunft seines Unternehmens gestalten kann: die Sicherheit und Qualität verbessern, die Innovationskraft und Entwicklungsfähigkeit stärken und die Produktivität steigern.

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Frage 15

Warum ist die Fehlerkultur in Unternehmen so schlecht?

Lassen wir mal die Kirche im Dorf. Wir haben einen weitgehend guten Umgang mit Fehlern. Da hat sich im letzten Jahrhundert sehr viel zum Guten verändert. Wir haben in den meisten Unternehmen ein hohes Fehlerbewusstsein, gute Fehlererkennungs-prozesse, gute Fehlerbearbeitungsmethoden, etc. Auf der sachlichen Ebene läuft vieles sehr gut.
Aber auf der emotionalen Ebene gibt es noch viel Verbesserungsbedarf. Zwar ist das „Züchtigungsrecht“ abgeschafft und werden Schreien und Schimpfen mittlerweile als grobes Fehlverhalten bewertet, aber Schuldigen-Suche, Beschuldigungen, Vorwürfe, Abwertungen sowie Spott und Hohn sind noch immer weit verbreitet. Auf der zwischenmenschlichen Ebene gibt es noch viel zu tun!
Aber es lohnt sich: Mit einem konstruktiven zwischenmenschlichen Umgang steigt nicht nur die Mitarbeiterzufriedenheit, sondern entfaltet auch das Fehlermanagement eine höhere Produktivität!