Modul 6

Fehler-Management im eigenen Team

Wie Sie systematisch Fehler analysieren und nachhaltig abstellen

Im technischen Bereich ist Fehler-Management seit Jahrzehnten selbstverständlich. Da gibt es viele bewährte Tools und Prozesse. Aber im administrativen Bereich? Braucht es nur mehr Bemühen, um teure Fehler oder lästige Wiederholfehler zu vermeiden? Oder lassen sich auch in der Verwaltung gravierende Fehler bereits im Vorfeld vermeiden? Wie kann man auch im eigenen Team nachhaltige Fehlerabstellmaßnahmen setzen?

  • Welche Kosten und Folgekosten haben administrative Fehler?
  • Welche reaktiven und präventiven Fehlerbearbeitungsmethoden sind einfach und hilfreich?
  • Wie lassen sich Fehler schnell klassifizieren und die richtigen Prioritäten setzen?
  • Wie lassen sich gravierende Fehler bereits im Vorfeld erkennen und vermeiden?
  • Wie kann ich (mit meinem Team) eine systematische Ursachenanalyse durchführen?
  • Welche Schritte sind für eine nachhaltige Fehlerabstellung notwendig?
  • Wie schaffe ich kontinuierliche Verbesserungsprozesse im Team?
Frage 18

Was hindert Beschäftigte daran, offen mit Fehlern umzugehen?

MitarbeiterInnen, die Fehler vertuschen, machen das meist zum Selbstschutz. Mir sind in den Unternehmen vor allem drei gravierende Ängste aufgefallen, die zum Verschweigen und Vertuschen von Fehlern führen. 1. Ängste vor arbeitsrechtlichen Konsequenzen (zB Abmahnung, Kündigung), 2. Ängste vor finanziellen Konsequenzen (zB Verlust von Prämien, Karrierestillstand) und 3. Ängste vor sozialen Konsequenzen (zB Ärger der Führungskraft, Spott und Hohn der Kollegen).
Um einen offenen Umgang mit Fehlern zu fördern, ist es notwendig, diese Ängste abzubauen. Da braucht es oft eine Kehrtwende: Es ist wichtig, Fehlermeldungen zu belohnen, jedoch Fehlerverheimlichung und Fehlervertuschung zu bestrafen.