Modul 5

Fehler-Konsequenzen

Wie Sie als Führungskraft die richtigen Konsequenzen bei MA-Fehlern setzen

Fehler haben negative Konsequenzen: Sie kosten nicht nur Zeit und Geld, sondern oft auch Nerven. Folglich werden umgehend personelle Konsequenzen gesetzt und der Fehlerverursacher bestraft. Je öfter oder je teurer der Fehler, desto höher die Strafe. Zweifelhaft ist, ob dieses Vorgehen ans Ziel führt und gravierende Wiederholfehler verhindert. Doch welche strategisch sinnvollen Konsequenzen stehen Führungskräften zur Verfügung?

  • Wieso ist es wichtig, schnell über Fehler informiert zu werden?
  • Wie erfahre ich von Fehlern, wenn MitarbeiterInnen aus Selbstschutz schweigen?
  • Welche Strafe ist bei gravierenden und welche bei häufigen Fehlern angebracht?
  • Welche Konsequenzen sind bei Arbeitsfehlern bzw. Pflichtverletzungen angemessen?
  • Wieviel Angst vor Strafen und arbeitsrechtlichen Konsequenzen sollen MitarbeiterInnen haben?
  • Wie setze ich strategisch sinnvolle Konsequenzen?
  • Wann sind arbeitsrechtliche Konsequenzen unvermeidlich?
Frage 16

Welche Fehler machen Unternehmen im Umgang mit Fehlern?

Zwei Fehler begegnen mir häufig. Erstens sagen Unternehmenslenker oft ´Fehler sind schlecht, Fehler kosten Geld, Fehler dürfen nicht passieren!´ Aber Fehler lassen sich nicht verbieten, sie passieren trotzdem, ob man es will oder nicht.
Wenn Firmen jedoch die "Null-Fehler-Doktrin" ausgeben, führt es dazu, dass Fehler schöngeredet oder verheimlicht werden bzw. gar vertuscht werden. Das ist brandgefährlich für die Firma: Werden kritische Fehler unter den Teppich gekehrt, sind sie eine Zeitbombe, die irgendwann hochgeht! Daher ist es besser, Fehler als Fakt zu akzeptieren. Dann kommen Fehler auf den Tisch und man kann sie angemessen bearbeiten.
Und damit komme ich auch schon zum zweiten Punkt: Meist werden Fehler als ein statisches Ereignis betrachtet. Man sagt: ´Das ist schlecht!´, ´das ist schiefgelaufen´ oder ´das ist mir passiert´. Man stellt ein Manko fest und belässt es häufig dabei. Oder man reagiert nur auf der emotionalen Ebene, indem man sich über den Fehler ärgert. Aber das bringt nichts.
Wir sehen Fehler viel zu wenig als Startpunkt eines Prozesses. Wir blicken zu viel zurück und zu wenig nach vorne. Wir reagieren zu sehr auf der emotionalen und zu wenig auf der sachlichen Ebene. Die entscheidende Frage lautet: ´Was hat zu den Fehler geführt und wie können wir die Sache verbessern?´ So gesehen ist ein Fehler nur ein Zwischenschritt zu einem weiteren Erfolg.