Modul 5

Fehler-Konsequenzen

Wie Sie als Führungskraft die richtigen Konsequenzen bei MA-Fehlern setzen

Fehler haben negative Konsequenzen: Sie kosten nicht nur Zeit und Geld, sondern oft auch Nerven. Folglich werden umgehend personelle Konsequenzen gesetzt und der Fehlerverursacher bestraft. Je öfter oder je teurer der Fehler, desto höher die Strafe. Zweifelhaft ist, ob dieses Vorgehen ans Ziel führt und gravierende Wiederholfehler verhindert. Doch welche strategisch sinnvollen Konsequenzen stehen Führungskräften zur Verfügung?

  • Wieso ist es wichtig, schnell über Fehler informiert zu werden?
  • Wie erfahre ich von Fehlern, wenn MitarbeiterInnen aus Selbstschutz schweigen?
  • Welche Strafe ist bei gravierenden und welche bei häufigen Fehlern angebracht?
  • Welche Konsequenzen sind bei Arbeitsfehlern bzw. Pflichtverletzungen angemessen?
  • Wieviel Angst vor Strafen und arbeitsrechtlichen Konsequenzen sollen MitarbeiterInnen haben?
  • Wie setze ich strategisch sinnvolle Konsequenzen?
  • Wann sind arbeitsrechtliche Konsequenzen unvermeidlich?
Frage 23

Warum tun sich Unternehmen schwer, über Fehler zu reden?

Immer wieder wird die Forderung laut, ´Wir müssen mehr über Fehler reden!´. Da bekommen Unternehmen oft berechtigte Bedenken, dass das Breittreten von Fehlern in der Öffentlichkeit kontraproduktiv ist und nur dem Firmenimage schadet.
Hier macht es Sinn, zwischen interner und externer Kommunikation zu unterscheiden: Im Unternehmen braucht es einen offenen Umgang mit Fehlern, dass Fehler schnell und zuverlässig erkannt, angesprochen und verbessert werden.
Aber in der Kommunikation nach außen ist nicht das Reden über Fehler angebracht, sondern über die Erkenntnisse aus Fehlern. Es bringt nichts zu sagen, das und das haben wir falsch gemacht. Sondern zu sagen: Dies und jenes haben wir daraus gelernt. Zum Beispiel: ´Aus den gescheiterten Versuchen, einen Superkleber zu entwickeln, haben wir das Erfolgsprodukt Post-it entwickelt´ oder ´Aufgrund der kritischen Feedbacks haben wir unseren Kundenservice verbessert´. Nicht der Fehler ist das, worüber sich zu kommunizieren lohnt, sondern die Erkenntnisse und Verbesserungen, die daraus resultieren.