Modul 5

Fehler-Konsequenzen

Wie Sie als Führungskraft die richtigen Konsequenzen bei MA-Fehlern setzen

Fehler haben negative Konsequenzen: Sie kosten nicht nur Zeit und Geld, sondern oft auch Nerven. Folglich werden umgehend personelle Konsequenzen gesetzt und der Fehlerverursacher bestraft. Je öfter oder je teurer der Fehler, desto höher die Strafe. Zweifelhaft ist, ob dieses Vorgehen ans Ziel führt und gravierende Wiederholfehler verhindert. Doch welche strategisch sinnvollen Konsequenzen stehen Führungskräften zur Verfügung?

  • Wieso ist es wichtig, schnell über Fehler informiert zu werden?
  • Wie erfahre ich von Fehlern, wenn MitarbeiterInnen aus Selbstschutz schweigen?
  • Welche Strafe ist bei gravierenden und welche bei häufigen Fehlern angebracht?
  • Welche Konsequenzen sind bei Arbeitsfehlern bzw. Pflichtverletzungen angemessen?
  • Wieviel Angst vor Strafen und arbeitsrechtlichen Konsequenzen sollen MitarbeiterInnen haben?
  • Wie setze ich strategisch sinnvolle Konsequenzen?
  • Wann sind arbeitsrechtliche Konsequenzen unvermeidlich?
Frage 18

Was hindert Beschäftigte daran, offen mit Fehlern umzugehen?

MitarbeiterInnen, die Fehler vertuschen, machen das meist zum Selbstschutz. Mir sind in den Unternehmen vor allem drei gravierende Ängste aufgefallen, die zum Verschweigen und Vertuschen von Fehlern führen. 1. Ängste vor arbeitsrechtlichen Konsequenzen (zB Abmahnung, Kündigung), 2. Ängste vor finanziellen Konsequenzen (zB Verlust von Prämien, Karrierestillstand) und 3. Ängste vor sozialen Konsequenzen (zB Ärger der Führungskraft, Spott und Hohn der Kollegen).
Um einen offenen Umgang mit Fehlern zu fördern, ist es notwendig, diese Ängste abzubauen. Da braucht es oft eine Kehrtwende: Es ist wichtig, Fehlermeldungen zu belohnen, jedoch Fehlerverheimlichung und Fehlervertuschung zu bestrafen.