Modul 3

Beschwerde-Management
für den Alltag

Wie Sie souverän mit Kundenbeschwerden und Kritik umgehen

Das Selbstverständnis unserer Zielgruppe hat sich verändert. Sie sind nicht mehr Partei, nicht mehr Bittsteller, sondern selbstbewusste KundInnen. Da kommt es auch vor, dass sie uns tatsächliche oder vermeintliche Fehler vorhalten und uns Vorwürfe machen. Stress pur. Soll man darauf mit Angriff oder Verteidigung reagieren? Oder gibt es bessere Lösungen?

  • Was bringt es, wenn ich mir (ungerechtfertigte) Fehlervorwürfe anhöre?
  • Was sind die positiven und negativen Aspekte einer Beschwerde bzw. Kritik?
  • Wie vermeide ich in der Stress-Situation eigene Verhaltensfehler?
  • Wie kann ich den KundInnen bei grobem Fehlverhalten eine klare Grenze setzen?
  • Wie kann ich verärgerte KundInnen auf die sachliche Ebene bringen?
  • Was tun, wenn mir oder meinem Team tatsächlich ein Fehler passiert ist?
  • Was sage ich, wenn es sich um einen Fehler von KollegInnen handelt?
Frage 19

Weshalb haben Führungskräfte Angst vor Entscheidungen?

Entscheidungen trifft man immer mit einem Risiko. Im Augenblick der Entscheidung hält man sie für richtig. Ansonsten würde man sich ja anders entscheiden. Doch erst später stellen sie sich als richtig oder falsch heraus. Dann sagt man, das war ein Fehler. Hinter der Angst vor Entscheidungen steckt folglich die Angst, einen Fehler zu machen.
Hinter der Angst vor Fehlern steckt wiederum die Angst vor Strafe. In vielen Unternehmen ist diese Angst berechtigt – da werden Fehlende bekämpft und nicht die Fehler. Doch Schuldigen-Suche und Köpfe-Rollen sind kontraproduktiv. Sie fressen nicht nur Arbeitszeit und Motivation, sie führen auch zu Stillstand. Dann geht man lieber kein Risiko ein, macht man lieber nichts, trifft lieber keine Entscheidung. Aber: Fehlerängstlichkeit ist ein Kardinalfehler!