Modul 2

Lernen aus Fehlern

Wie Sie richtig mit eigenen und fremden Fehlern umgehen

Immer wieder stolpern wir über Fehler. Die Fehler passieren zwar unseren KollegInnen, MitarbeiterInnen oder auch Führungskräften, aber wir haben oft den Ärger und die Arbeit damit. Wir wissen: Schweigen ist keine Lösung. Aber wir wollen andere auch nicht kränken oder verärgern. Wie können wir jedoch aus Fehlern klug werden und miteinander gut aus Fehlern lernen?

  • Weshalb fallen uns die Fehler anderer auf – und nicht den Fehlerverursachern selbst?
  • Weshalb ist Schweigen und Wegschauen auch ein Fehler?
  • Wie spreche ich Arbeitsfehler und Verhaltensfehler konstruktiv an?
  • Wie bringe ich KollegInnen, MitarbeiterInnen und Führungskräften dazu, es richtig zu machen?
  • Wodurch lassen sich Wiederholfehler vermeiden?
  • Wie kann ich andere zu Verbesserungen bewegen, wenn sie mir nicht unterstellt sind?
  • Was mache ich, wenn mir selbst ein Fehler passiert ist?
Frage 2

Weshalb haben wir Angst vor Fehlern?

Elke M. Schüttelkopf: Jeder schleppt einen Rucksack an Erfahrungen mit sich herum. In diesem Rucksack stecken manchmal gute Fehler-Erfahrungen aus Elternhaus und Schule, oft auch schlechte. Wir haben im Laufe unseres Lebens viele negative Reaktionen gesammelt: die enttäuschten Blicke oder Ohrfeigen der Eltern, die abweisenden Gesten oder schlechten Noten der Lehrkräfte, die wütenden Worte oder die Abmahnungen der Führungskräfte, den Spott und Hohn unserer KollegInnen ...

Je schwerer der Rucksack ist, desto weniger kommen wir in unserem Leben weiter. Da lohnt es sich, mal reinzuschauen und zu entrümpeln. Wir können vieles, das uns bremst, ad acta legen. Wenn wir uns freier und leichter fühlen, trauen wir uns mehr zu, wagen mehr und haben auch mehr Erfolg.