Modul 2

Lernen aus Fehlern

Wie Sie richtig mit eigenen und fremden Fehlern umgehen

Immer wieder stolpern wir über Fehler. Die Fehler passieren zwar unseren KollegInnen, MitarbeiterInnen oder auch Führungskräften, aber wir haben oft den Ärger und die Arbeit damit. Wir wissen: Schweigen ist keine Lösung. Aber wir wollen andere auch nicht kränken oder verärgern. Wie können wir jedoch aus Fehlern klug werden und miteinander gut aus Fehlern lernen?

  • Weshalb fallen uns die Fehler anderer auf – und nicht den Fehlerverursachern selbst?
  • Weshalb ist Schweigen und Wegschauen auch ein Fehler?
  • Wie spreche ich Arbeitsfehler und Verhaltensfehler konstruktiv an?
  • Wie bringe ich KollegInnen, MitarbeiterInnen und Führungskräften dazu, es richtig zu machen?
  • Wodurch lassen sich Wiederholfehler vermeiden?
  • Wie kann ich andere zu Verbesserungen bewegen, wenn sie mir nicht unterstellt sind?
  • Was mache ich, wenn mir selbst ein Fehler passiert ist?
Frage 18

Was hindert Beschäftigte daran, offen mit Fehlern umzugehen?

MitarbeiterInnen, die Fehler vertuschen, machen das meist zum Selbstschutz. Mir sind in den Unternehmen vor allem drei gravierende Ängste aufgefallen, die zum Verschweigen und Vertuschen von Fehlern führen. 1. Ängste vor arbeitsrechtlichen Konsequenzen (zB Abmahnung, Kündigung), 2. Ängste vor finanziellen Konsequenzen (zB Verlust von Prämien, Karrierestillstand) und 3. Ängste vor sozialen Konsequenzen (zB Ärger der Führungskraft, Spott und Hohn der Kollegen).
Um einen offenen Umgang mit Fehlern zu fördern, ist es notwendig, diese Ängste abzubauen. Da braucht es oft eine Kehrtwende: Es ist wichtig, Fehlermeldungen zu belohnen, jedoch Fehlerverheimlichung und Fehlervertuschung zu bestrafen.