Modul 1

Fehlerkultur

Was eine konstruktiven Umgang mit Fehlern auszeichnet

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Fehler passieren nun mal – sowohl Ihnen als auch Ihren MitarbeiterInnen, KollegInnen oder Führungskräften. Das ist ein Fakt. Doch was dann? Wie gehen wir konstruktiv mit den Fehlern und Fehlerverursachern um? Wie etablieren wir eine positive Fehlerkultur in unserem Arbeitsumfeld?

  • Wie passen Fehler und Kultur überhaupt zusammen?
  • Was ist der Unterschied zwischen einer konstruktiven und einer destruktiven Fehlerkultur?
  • Was bringt eine konstruktive Fehlerkultur und wer profitiert davon?
  • Was ist überhaupt ein Fehler und weshalb ist Fehler nicht gleich Fehler?
  • Warum ist die Angst vor Fehlern und Strafe gefährlich?
  • Wie vermeiden wir Schuldigensuche, Fingerpointing, Vorwürfe und Ärger?
  • Welche Kompetenzen brauchen Führungskräfte und MitarbeiterInnen im Umgang mit Fehlern?
Frage 6

Welche eigenen Fehler haben Ihnen zu denken gegeben?

Ich habe – wie wir alle – auch schon viele Fehler gemacht, aber einer hat mich besonders beschäftigt. Mein Fehler bestand jedoch nicht darin, dass ich etwas Falsches gemacht habe, sondern dass ich etwas Richtiges nicht gemacht habe: Als Jugendliche wollte ich unbedingt Künstlerin werden, aber ich hatte solche Angst, bei der Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule durchzufallen, dass ich erst gar nicht angetreten bin.
Erst Jahre später habe ich kapiert: „Nicht angetreten ist auch durchgefallen!“ Seitdem lautet meine Devise: „Wer’s nicht versucht, hat schon verloren!“ Fehlerängstlichkeit schadet nur. Es ist besser, sich gut vorzubereiten, etwas zu wagen, aus dem Scheitern zu lernen, besser zu werden und es immer wieder zu probieren, bis es gelingt.