Modul 1

Fehlerkultur

Was eine konstruktiven Umgang mit Fehlern auszeichnet

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Fehler passieren nun mal – sowohl Ihnen als auch Ihren MitarbeiterInnen, KollegInnen oder Führungskräften. Das ist ein Fakt. Doch was dann? Wie gehen wir konstruktiv mit den Fehlern und Fehlerverursachern um? Wie etablieren wir eine positive Fehlerkultur in unserem Arbeitsumfeld?

  • Wie passen Fehler und Kultur überhaupt zusammen?
  • Was ist der Unterschied zwischen einer konstruktiven und einer destruktiven Fehlerkultur?
  • Was bringt eine konstruktive Fehlerkultur und wer profitiert davon?
  • Was ist überhaupt ein Fehler und weshalb ist Fehler nicht gleich Fehler?
  • Warum ist die Angst vor Fehlern und Strafe gefährlich?
  • Wie vermeiden wir Schuldigensuche, Fingerpointing, Vorwürfe und Ärger?
  • Welche Kompetenzen brauchen Führungskräfte und MitarbeiterInnen im Umgang mit Fehlern?
Frage 21

Wieviel Fehler muss ein Unternehmen dulden, damit es innovativ bleibt?

Fehler machen allein schafft noch keine Innovation. Neues entsteht erst durch das Lernen aus Fehlern. Aber da stehen wir uns zu oft selbst im Weg: Wir gestehen uns eigene Fehler nicht ein, wir leugnen sie vor anderen oder reden sie klein. Leider verhindern wir damit unsere eigene Entwicklung. Wir stellen häufig auch andere bloß, beschämen sie, machen ihnen Vorwürfe. Doch damit hemmen wir ihre Lernprozesse.
Wir reagieren auf Fehler sehr unsachlich, mit vielen negativen Emotionen. Im Grunde ist das ein Keinkind-Verhalten. Wir agieren wie ängstliche Kinder, die eine Strafe abwenden wollen. Und die sich ein bisschen größer und besser fühlen, wenn sie anderen „ätsch, bätsch“ zurufen.
Was wir jedoch brauchen, ist ein reifer und kooperativer Umgang miteinander - auch im Umgang mit Fehlern. Nur so können wir uns weiterentwickeln, nur so können Unternehmen florieren und Innovationen schaffen. Da kommt man mit Fehlervermeidung nicht weiter. Da braucht es eine hohe Fehlerfreundlichkeit, viel Mut zu intelligenten und innovativen Fehlern und eine hohe Fehlerkompetenz, um richtig mit Fehlern umzugehen. Denn der Weg zu Innovationen ist mit Fehlern gepflastert.