Modul 1

Fehlerkultur

Was eine konstruktiven Umgang mit Fehlern auszeichnet

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Fehler passieren nun mal – sowohl Ihnen als auch Ihren MitarbeiterInnen, KollegInnen oder Führungskräften. Das ist ein Fakt. Doch was dann? Wie gehen wir konstruktiv mit den Fehlern und Fehlerverursachern um? Wie etablieren wir eine positive Fehlerkultur in unserem Arbeitsumfeld?

  • Wie passen Fehler und Kultur überhaupt zusammen?
  • Was ist der Unterschied zwischen einer konstruktiven und einer destruktiven Fehlerkultur?
  • Was bringt eine konstruktive Fehlerkultur und wer profitiert davon?
  • Was ist überhaupt ein Fehler und weshalb ist Fehler nicht gleich Fehler?
  • Warum ist die Angst vor Fehlern und Strafe gefährlich?
  • Wie vermeiden wir Schuldigensuche, Fingerpointing, Vorwürfe und Ärger?
  • Welche Kompetenzen brauchen Führungskräfte und MitarbeiterInnen im Umgang mit Fehlern?
Frage 2

Weshalb haben wir Angst vor Fehlern?

Elke M. Schüttelkopf: Jeder schleppt einen Rucksack an Erfahrungen mit sich herum. In diesem Rucksack stecken manchmal gute Fehler-Erfahrungen aus Elternhaus und Schule, oft auch schlechte. Wir haben im Laufe unseres Lebens viele negative Reaktionen gesammelt: die enttäuschten Blicke oder Ohrfeigen der Eltern, die abweisenden Gesten oder schlechten Noten der Lehrkräfte, die wütenden Worte oder die Abmahnungen der Führungskräfte, den Spott und Hohn unserer KollegInnen ...

Je schwerer der Rucksack ist, desto weniger kommen wir in unserem Leben weiter. Da lohnt es sich, mal reinzuschauen und zu entrümpeln. Wir können vieles, das uns bremst, ad acta legen. Wenn wir uns freier und leichter fühlen, trauen wir uns mehr zu, wagen mehr und haben auch mehr Erfolg.