Modul 1

Fehlerkultur

Was eine konstruktiven Umgang mit Fehlern auszeichnet

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Fehler passieren nun mal – sowohl Ihnen als auch Ihren MitarbeiterInnen, KollegInnen oder Führungskräften. Das ist ein Fakt. Doch was dann? Wie gehen wir konstruktiv mit den Fehlern und Fehlerverursachern um? Wie etablieren wir eine positive Fehlerkultur in unserem Arbeitsumfeld?

  • Wie passen Fehler und Kultur überhaupt zusammen?
  • Was ist der Unterschied zwischen einer konstruktiven und einer destruktiven Fehlerkultur?
  • Was bringt eine konstruktive Fehlerkultur und wer profitiert davon?
  • Was ist überhaupt ein Fehler und weshalb ist Fehler nicht gleich Fehler?
  • Warum ist die Angst vor Fehlern und Strafe gefährlich?
  • Wie vermeiden wir Schuldigensuche, Fingerpointing, Vorwürfe und Ärger?
  • Welche Kompetenzen brauchen Führungskräfte und MitarbeiterInnen im Umgang mit Fehlern?
Frage 19

Weshalb haben Führungskräfte Angst vor Entscheidungen?

Entscheidungen trifft man immer mit einem Risiko. Im Augenblick der Entscheidung hält man sie für richtig. Ansonsten würde man sich ja anders entscheiden. Doch erst später stellen sie sich als richtig oder falsch heraus. Dann sagt man, das war ein Fehler. Hinter der Angst vor Entscheidungen steckt folglich die Angst, einen Fehler zu machen.
Hinter der Angst vor Fehlern steckt wiederum die Angst vor Strafe. In vielen Unternehmen ist diese Angst berechtigt – da werden Fehlende bekämpft und nicht die Fehler. Doch Schuldigen-Suche und Köpfe-Rollen sind kontraproduktiv. Sie fressen nicht nur Arbeitszeit und Motivation, sie führen auch zu Stillstand. Dann geht man lieber kein Risiko ein, macht man lieber nichts, trifft lieber keine Entscheidung. Aber: Fehlerängstlichkeit ist ein Kardinalfehler!